Blutspende-Aktion in Zürich
 

Ist unser Blut zu warm?

Die Kundgebung vor dem Blutspendezentrum in Zürich war ein voller Erfolg. Die knapp dreissig TeilnehmerInnen wehrten sich lautstark gegen das diskriminierende Blutspendeverbot für schwule und bisexuelle Männer. Neben der JUSO Schweiz erklärten sich auch die Homosexuelle Arbeitsgruppe Zürich HAZ und die SP Stadt Zürich solidarisch und verurteilten das Blutspendeverbot.

Schwule und bisexuelle Männer dürfen kein Blut spenden. Begründung? Sie stellen ein "Sicherheitsrisiko" dar, weil Schwule und Bisexuelle prozentual eher HIV-positiv sind. Diese Regel ist aber nicht mehr zeitgemäss, davon sind die GaynossInnen überzeugt. Darum protestierten sie am 24. Februar vor dem Blutspendezentrum Zürich gegen diese veraltete Regelung. David Bertsch von den GaynossInnen sprach denn auch von einem "unhaltbaren und diskriminierendem Zustand". Der Verantwortliche vom Blutspendedienst stellte sich denn auch zur Rede und sprach davon, dass diese Regel wohl überprüft werden müsste. Ob und wann aber das tatsächlich geschehen sollte, konnte er nicht sagen. So werden sich die GaynossInnen auch weiterhin wehren. Flo Vock, Vorstandsmitglied: „Wir können doch nicht akzeptieren, dass wir in einer modernen Schweiz nach wie vor diskriminiert werden und anscheinend der Wille der Verantwortlichen fehlt, sich tatsächlich in dieser Sache zu engagieren.“

Kommentare

Das Homosexuelle Männer

Das Homosexuelle Männer prozentual mehr HIV-positiv sind als heterosexuelle ist einen Tatsache. Oder etwa nicht? So gesehen ist das Blut von homosexuellen Männern wirklich ein Sicherheitsrisiko. Warum sollte das eine Diskriminierung sein?