GaynossInnen verurteilen Heilsarmee

Die GaynossInnen der JUSO Schweiz verurteilen den Entscheid der Heilsarmee, jemanden wegen einem ausserehelichen oder homosexuellen Verhältnis zu entlassen. Die sexuelle Orientierung hat nichts mit ihrer Arbeit zu tun und sollte in einer Wohlfahrtsorganisation, die auch der Fürsorge und sozialen Verantwortung verpflichtet ist, keine Rolle für ein Anstellungsverhältnis spielen, wenn der einzige Grund für die Kündigung die "Biblischen Grundsätze" sind.

Die GaynossInnen sind schockiert über die Auffassung und Ausführung des gemeinnützigen Auftrages der Heilsarmee im Sinne ihrer Spender. In vielen Regionen dieser Welt werden die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender noch mit Füssen getreten. In der Hälfte der Staaten ist gleichgeschlechtliche Liebe strafbar, in einigen Ländern der islamischen Welt droht sogar die Todesstrafe. Auch in Europa schlägt Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender mitunter noch Hass entgegen. Die Signalwirkung welche die Heilsarmee hier verbreitet kann kaum damit vereinbar sein.

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten. Die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sind Teil der Würde und des Daseins eines jeden Menschen und dürfen nicht als Grundlage für Diskriminierung oder Misshandlung dienen.

Jeder Mensch soll das Recht auf eine menschenwürdige, sinnvolle Arbeit, gerechte und günstige Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Erwerbslosigkeit ohne Diskriminierung aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität haben können.

Die GaynossInnen der JUSO Schweiz fordern die Heilsarmee deshalb dazu auf, die entlassene Mitarbeiterin sofort wieder einzustellen und sich öffentlich für diese missbräuchliche Kündigung zu entschuldigen.

Kommentare

Schlecht informiert

Würden die Gaynossinnen die news aus dritter Hand richtig lesen, bzw. bei der Heilsarmee direkt nachfragen, würde ihnen nicht entgangen sein, dass die qualifizierte und beliebte Leiterin nicht wegen ihrer sexuellen Neigung ihren Posten verlassen musste, sondern wegen ihrer intimen Beziehung zu einer Mitarbeiterin. Letzteres würde nur in sehr wenigen betrieben akzeptiert - dies riecht nämlich immer nach sexueller Belästigung und Nötigung einer Unterstellten. Es "riecht danach" - das bedeutet nicht, dass es so war. Aber die Gaynossinnen sollten sich mal bei anderen Betrieben erkundigen, die stark in der Öffentlichkeit stehen und/oder sich um sozial schwache Menschen (= leicht ausnutzbar) kümmern. Das geht einfach nicht. Dieser Beitrag ist selbstschädigend - machen Sie lieber richtig Politik statt tendenzielle Texte zu verfassen. Da haben dann alle etwas davon. MfG

Schlecht informiert 2

Wenn Sie uns schon schlechte Recherche vorwerfen, dann sollten Sie ehrlicherweise auch Ihre eigene berücksichtigen, nämlich dass dies nicht die erste und einzige Verfehlung der Heilsarmee in diese Richtung ist. Bei Ihrer Recherche würden Sie unausweichlich auf http://en.wikipedia.org/wiki/The_Salvation_Army#Homosexuality_2 stossen, sowie auch in der renommierten Presse auf zahlreiche Artikel über fragwürdige Praktiken in dieser Organisation, die ganz sicher nicht alle einfach zufällig geschehen sind. Aber "Im Namen Christi" oder: "Im Namen des Herrn" kann man eben alles rechtfertigen, vom entlassen von Angestellten bis hin zu Kriegen...