Papst Benedikt XVI.
 

GaynossInnen fordern Entschuldigung

 

Die Gaynossinnen der JUSO Schweiz haben mit Erschrecken die Aussagen vom Papst in der «Welt online» im Artikel «Homo-Ehe bedroht die Zukunft der Menschheit» gelesen. Solche Aussagen sind diskriminierend und auch menschenverachtend. Die GaynossInnen fordern eine sofortige Entschuldigung des Papstes und eine Distanzierung der Landeskirchen.

Die Aussagen des Papstes bei seiner Neujahrsansprache für das Jahr 2012 können die GaynossInnen nicht im Raum stehen lassen und reagieren somit mit einer konkreten Forderung:

«Wir fordern eine sofortige Entschuldigung des Papst Benedikts und eine klare Distanzierung der Landeskirchen.»

Mit seiner schwulenfeindlichen Aussage bedroht er den Frieden der Welt. Der Papst, der sich für die Ideale der Bibel und somit unter anderem auch für den Weltfrieden einsetzen müsste, äusserte sich gegen eine Minderheit mit feindlichen Behauptungen. In vielen Ländern der Welt herrscht noch immer eine vorwiegend negative Haltung gegenüber Homosexuellen und in arabischen Regionen werden Homosexuelle zum Tode verurteilt.

Die Suizidrate bei homosexuellen Jugendlichen ist auch immer noch weit höher als bei vergleichbaren Heterosexuellen. Die Aussagen des Papstes und von anderen konservativen Personen sind für eine Senkung einer solch verheerenden Selbstmordrate nicht gerade förderlich. Es gibt selbst in der Schweiz noch viele Vorurteile und Diskriminierungen durch Gesetze, der Gesellschaft und der Kirche.

Die Gaynossinnen werden im Sommer zum Thema Ehe eine Bildungsveranstaltung durchführen. Wir gehen der Frage nach, ob es die Ehe noch brauche oder ob es andere Formen als Alternative gebe. Bei der hohen Scheidungsrate (22'081 Scheidungen im Jahr 2010) muss man sich eher die Fragen stellen,  ob die Ehe zu einem Auslaufmodell verkümmert. Wir planen diese und weitere Fragen kontrovers innerhalb der JUSO Schweiz zu diskutieren.

Kommentare

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wahrlich erschreckend sind

wahrlich erschreckend sind die aussagen die in der "welt online" gestanden sind. nur sind die nicht vom papst sondern müssen von einem journalisten sein. der friede der welt ist bestimmt bedrohter durch journalisten und politiker die lügen verbreiten als durch klare worte eines staatsoberhauptes.

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bei der Aufz hlung fehlt noch:und ich erinnere nur an 1954, der gedopte WM-Titel mit anschlie endem glorifizierten Kinofilm.Und nat rlich D nemark :-) http://www.saveonlifeinsurance.net/ http://www.quotesinyourstate.com/

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Die Ehe ein Auslaufmodell?

"Ob unser Status, unsere Lebensform oder unser Glaube uns glücklich machen, hängt nicht nur davon ab, was für ein Status oder Glaube es ist, sondern davon, ob wir in einer Gesellschaft leben, die diesen Status oder Glauben unterstützt oder nicht“ - Olga Stavrova 1) Gibt es nicht wichtigeres zum sich empören? Toleranz des Papstes = Weltfrieden? Die Ansichten der katholischen Kirche sind ja allgemein bekannt. Es ist wohl eher die Presse, die sich gerne mit solch fundamentalistischen Thesen Aufreger bastelt. 2) Man kann nicht alle Menschen der "arabischen Region" in einen Topf werfen! Es sind die jeweiligen Gesellschaften und jeder Mensch ist ein Individuum.

Nichts wichtigeres?

Natürlich gibt es Wichtigeres, um sich zu empören. Die GaynossInnen haben sich aber explizit wegen LGBT-Themen gebildet und schreiben und reagieren natürlich auf diverse Dinge, die in der Welt geschehen, die etwas damit zu tun haben. Somit haben wir natürlich als Arbeitsgruppe auf die homophobe Aussage reagiert.