Homophobie zum Znacht, danke Blick!

Die GaynossInnen der JUSO Schweiz sind empört und stinksauer über den Bericht im Blick am Abend, bei dem schwule Männer diffamiert und diskriminiert werden und es eine dilettantische Journalistin schafft, in wenigen miesen Sätzen sämtliche Vorurteile aufzulisten, die es gegen Schwule so gibt. Die GaynossInnen der JUSO Schweiz werden nötige Massnahmen ergreifen. Weitere Informationen folgen in Kürze. Bei Ideen, Fragen oder Anregungen: flo [ät] gaynossinnen [dot] ch, 079 650 53 08.

Offensichtlich ist das aber nicht nur diese "Journalistin", die absolut kein Verständnis für gesellschaftliche Themen hat. Das zeigt ein peinliches Facebookstatement von Kathrin Fink, angeblich eine Blick am Abend-Mitarbeiterin (Angabe ohne Gewähr):

Ich arbeite bei Blick am Abend und habe die Story mitverfolgt. Ich verstehe überhaupt nicht zu was diese Gruppe gut sein soll. Dies ist ein ironischer Artikel mit Unterhaltungscharakter - keine ernsthafte Studie zur Schwulenpopulation. Wenn die Homosexuellen sich wirklich als gleichberechtigt betrachten würden, könnten sie sich über soetwas gar nicht aufregen - es werden ja auch ironische Artikel über Frauen, oder alte Menschen oder Politiker geschrieben!

So, mein letztes Statement zu dieser Sache: Die Seite ist in erster Linie an HETERO Männer gerichtet die vielleicht unfreiwillig feminin angezogen sind - sie soll aufzeigen was als hetero noch drinliegt und was schon eindeutige Signale aussendet - eigentlich tut das den Schwulen ja einen Dienst! Und nochmals: eine Lifestyle-Seite ist kein politisches Statement.

(Quelle: http://www.facebook.com/group.php?gid=130156043682182)

Kommentare

Frauen

Ich hoffe, "die linken Schwulen" lernen auch allmählich, dass Frauen nicht per se "die natürlichen" Verbündeten sein können! Die Journalistin könnte sogar auch eine Lesbe sein, würde mich nicht wundern. Wenn die Life-Style Seite denn kein politisches Statement abgibt, so ist sie doch ein Ausdruck einer Gesellschaftspolitik. Der Kursivtext ist eine faule Ausreden. Schon die Formulierung "unfreiwillig feminin" zeigt, wes Geistes Kind sie ist. Im weiteren ist es klar, dass viele Frauen ihre Liebhaber gerne "mit dem Schwulenverdacht" ärgern. Nicht umsonst würden viele Bisexuelle sich lieber umbringen, als sich ihren Frauen gegenüber öffnen. Das ist ein wichtiger Grund, warum es auch keine ernsthafte politische Bisexuellenbewegung gibt. Die heterosexuellen Frauen werden das nie akzeptieren! :P

dass wir keinen

dass wir keinen qualitätsjournalismus vom blick zu erwarten haben, ist klar. trotzdem dachte ich, dieses blatt sei enigermassen urban und modern. aber anscheinend ist es eine zeitung für bünzlis, die verkrampft versuchen trendy und weltoffen zu sein

Tunten-Falle

Ja, und?