Medienmitteilungen
Kiss for equal rights!
Am 19. Juni findet in Bern auf dem Bahnhofplatz ein Kiss-In statt. Besonders bekannt in Frankreich, ist ein Kiss-In ein Smartmob, bei dem sich LesBiSchwule Jugendliche in der Öffentlichkeit küssen. Damit wehren wir uns gegen die vorherrschende Intoleranz. Wuddri Rim von den GaynossInnen macht deutlich: „Öffentliches Küssen ist noch immer ein Tabu. Viele junge LGBT fürchten sich vor psychischer oder gar physischer Gewalt, und das leider zurecht.“
So ergab eine repräsentative Befragung 2002 in Deutschland, dass sich 71% der Jungs von 12 bis 17 Jahren offen zu einer negativen Einstellung gegenüber „Schwulen“ bekennen. Solche massive Ablehnung hat eine schreckliche Folge für alle Jugendlichen, die homosexuell sind, die Suizidrate beispielsweise liegt bei homosexuellen Jugendlichen heute zwei‐ bis zehnmal höher als bei gleichaltrigen Heteros.
Die GaynossInnen rufen deshalb zusammen mit dem Onlineportal Purplemoon, unterstützt von LOS, Pink Cross und weiteren Organisationen zum Kiss‐In in Bern auf: Unter dem Motto „Kiss for equal rights!“ soll das lesbischwule Selbstverständnis neu entfacht werden. LesBiSchwule Paare und Kurzzeitpaare küssen sich auf dem Berner Bahnhofplatz und zeigen damit, dass bi‐ und homosexuelle Beziehungen genauso lebens‐ und liebenswert sind. Für einen Moment zumindest lassen wir es uns nicht nehmen, unsere Gefühle auch in der Öffentlichkeit zu zeigen. So ist eine solche Aktion stets auch ein Zeichen der Solidarität. Flo Vock von den GaynossInnen ist überzeugt: „So zeigen wir, dass es homo‐ und bisexuelle Jugendliche gibt. Und wir schämen uns nicht dafür! Intoleranz darf uns nicht daran hindern, die gleichen Erfahrungen machen zu dürfen wie gleichaltrige heterosexuelle Freundinnen und Freunde.“
Im Anschluss an den Smartmob organisiert das etablierte Portal für LesBiSchwule Jugendliche Purplemoon in der Reitschule Bern eine Party. Piero Vecchioli, bekannter Veranstalter, ist dafür verantwortlich. „Eine grossartige Gelegenheit, damit junge Menschen allen anderen Jugendlichen zeigen können, dass sie nicht alleine sind. Gemeinsam ist man stärker!“
Nächste Termine
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13. November 2010 - 12:00
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18. Dezember 2010 - 12:00
