JUSO Medienmitteilungen

Offener Brief an die GaySVP

Liebe lesbische, bisexuelle und schwule SVPlerinnen und SVPler

Die Gründung der GaySVP nach dem Vorbild der GaynossInnen der JUSO hat uns sehr gefreut. Eure Statements zur Asylpolitik oder zum Adoptionsrecht für homosexuelle Paare liessen uns hoffen. Leider musstet ihr auf Druck der Parteileitung euer fortschrittliches Programm schon wieder vom Netz nehmen. Eigentlich keine Überraschung. Wie ein Blick auf die Politik der SVP zeigt, hat sie sich in den letzten Jahren konsequent homophob positioniert. Sie liess keine Möglichkeit aus, schwule Männer zu diffamieren und deren Rechte als Menschen einzuschränken – lesbische Frauen und bisexuelle Personen werden sogar systematisch verleugnet.

Die SVP war, ist und wird nie die Partei des gesellschaftlichen Forschritts sein. Für diese Partei werdet ihr, liebe Schwule, Lesben und Bisexuelle, immer als abartig und krank gelten. Oder wie es Nationalrat Oskar Freysinniger in der heutigen Ausgabe der Zeitung 20 Minuten sagt: „Ich mir nicht vorstellen, dass die GaySVP an einer SVP- Delegiertenversammlung mit ihren Anliegen je durchkommen würde.“ Auch wenn die SVP die Verfolgung auf Grund der sexuellen Orientierung als Asylgrund ablehnt, so bieten wir euch doch wenigstens politisches Asyl bei den GaynossInnen der JUSO an. Es würde uns freuen, mit euch zusammen für die Freiheitsrechte von allen Menschen kämpfen zu können!

Solidarische Grüsse

Die GaynossInnen der JUSO Schweiz